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"Weltweiter Kampf gegen die Todesstrafe - Wo stehen wir? Religiöse und kriminologische Betrachtungen"

12.02.2019

Gemeinschaftsveranstaltung
Criminalium e.V. - Oberhessischer Anwaltverein - Deutscher Richterbund - Juristische Studiengesellschaft Gießen e.V.

"Weltweiter Kampf gegen die Todesstrafe
Wo stehen wir?
Religiöse und kriminologische Betrachtungen"

Vortrag von Prof. em. Dr. Arthur Kreuzer

12. Februar 2019, 19.00 Uhr

Ort: Hörsaal 24a, Campus Recht und Wirtschaft, Licher Straße 68, 35394 Gießen

Papst Franziskus für die Römisch-katholische Kirche und Justice Breyer vom US-Supreme Court entlarven in bemerkenswerten aktuellen Stellungnahmen die Menschenrechtswidrigkeit der Todesstrafe. Dagegen fordern die Präsidenten Duterte in Indonesien und Erdogan in der Türkei ihre Wiedereinführung. Christliche Morallehren sprechen sich ganz überwiegend für ihre Abschaffung aus, islamische halten an ihr fest. Europäische Demokratien haben sie gänzlich beseitigt im Gegensatz zu Indien, Japan und den USA und selbstverständlich zu vielen autoritären Staaten.

Welche Fortschritte, aber auch Rückschritte gibt es im weltweiten Kampf gegen diese archaische Strafe? Welche Standpunkte vertreten dominante Lehren wichtigster Religionen? Wie beeinflussen sie die jeweilige Kriminalpolitik? Was können wir insbesondere aus amerikanischen Erfahrungen lernen? Welche kriminologischen Erkenntnisse sprechen zwingend gegen die Todesstrafe?

Der Referent hat sich mit diesen Fragen über Jahrzehnte kriminologischer Forschung und internationaler Vergleiche befasst. Der Vortrag wendet sich vor allem an Juristen im Studium und in der Praxis, Lernende und Lehrende in Schulen, Journalisten und alle an politischer Gestaltung Interessierten.

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